Innovationsweltmeister:in
Die Schweiz gehört weiterhin zu den wettbewerbsfähigsten und innovativsten Volkswirtschaften der Welt. Internationale Vergleiche bestätigen ihre Spitzenposition – dank einer starken Forschungsbasis, gut ausgebildeten Fachkräften und dem engen Zusammenspiel von Wirtschaft und Wissenschaft (1). Die KMU sind ein zentraler Teil dieser Stärke. Sie sind flexibel, oft hoch spezialisiert und in vielen Bereichen international erfolgreich. Die Voraussetzungen sind gut. Doch die Zahl und Intensität der Kräfte, die gleichzeitig auf Unternehmen wirken, nimmt zu. Der Druck auf Führung und Mitarbeitende steigt.
KMU – wenn Stärke auf Komplexität trifft
Studien liefern das Gesamtbild
Mai 2026
Die Voraussetzungen für KMU in der Schweiz sind gut. Gleichzeitig nimmt die Zahl und Intensität der Kräfte zu, die auf Unternehmen wirken – und verändern spürbar die Bedingungen für Führung, Umsetzung und Zusammenarbeit.
Innovationsweltmeister:in
Die Schweiz gehört weiterhin zu den wettbewerbsfähigsten und innovativsten Volkswirtschaften der Welt. Internationale Vergleiche bestätigen ihre Spitzenposition – dank einer starken Forschungsbasis, gut ausgebildeten Fachkräften und dem engen Zusammenspiel von Wirtschaft und Wissenschaft (1). Die KMU sind ein zentraler Teil dieser Stärke. Sie sind flexibel, oft hoch spezialisiert und in vielen Bereichen international erfolgreich. Die Voraussetzungen sind gut. Doch die Zahl und Intensität der Kräfte, die gleichzeitig auf Unternehmen wirken, nimmt zu. Der Druck auf Führung und Mitarbeitende steigt.
Alltag unter Spannung
Die aktuellen Daten aus unterschiedlichen Studien und Analysen zeichnen ein klares, wenn auch differenziertes Bild: Das wirtschaftliche Umfeld hat sich in den letzten Jahren und Monaten spürbar verändert. Die Unsicherheiten nehmen zu, insbesondere im internationalen Kontext. Geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und Zölle, Veränderungen in wichtigen Absatzmärkten sowie die Beziehungen zur EU wirken sich direkt auf die Unternehmen aus. Für exportorientierte Branchen ist dieser Druck unmittelbar, für andere zeigt er sich indirekt – etwa über Preise, den starken Franken, Lieferketten oder Nachfrage (2). Gleichzeitig zeigen Unternehmensbefragungen, dass KMU auch intern gefordert sind. Fachkräftemangel, regulatorische Anforderungen, Bürokratie und die fortschreitende Digitalisierung prägen weiterhin den unternehmerischen Alltag (3).
Vom Gesamtbild zur individuellen Perspektive
Die verschiedenen Analysen – von Konjunkturindikatoren über Unternehmensbefragungen bis hin zu Arbeitsmarktstudien – ergänzen sich und weisen dabei in eine ähnliche Richtung. Besonders dort, wo unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt werden, entsteht ein differenziertes Verständnis der aktuellen Lage. Neue Kooperationen zwischen Forschung, Finanzwirtschaft und Wirtschaftsverbänden wie in der Ostschweiz, im Kanton Bern oder in Zürich zeigen, wie solche integrierten Analysen genau für die regionalen Akteure entstehen (4). Insgesamt zeigt sich ein Bild, in dem sich äussere und innere Faktoren wie Wolken im Wind überlagern: Sie wirken parallel auf die Unternehmen, binden Ressourcen und beeinflussen ihre zukünftige Innovationsfähigkeit. Allerdings ist der Mix der Faktoren und der Ressourcen für jedes KMU individuell. Deshalb lohnt es sich, diese Entwicklungen auf Ebene des einzelnen Unternehmens einzuordnen.
Bewegung an allen Fronten
Die beschriebenen Entwicklungen sind für sich genommen nicht neu. Unternehmen sind seit jeher mit konjunkturellen Schwankungen, regulatorischen Anforderungen oder Veränderungen im Arbeitsmarkt konfrontiert. Neu ist jedoch die Gleichzeitigkeit, mit der diese Faktoren heute wirken. Was früher zeitlich versetzt oder in klar unterscheidbaren Phasen auftrat, prasselt heute unvermittelt auf die KMU ein. Externe und interne Dynamiken greifen ineinander: Märkte verändern sich, während gleichzeitig Kompetenzen aufgebaut, Strukturen angepasst, Prozesse weiterentwickelt und regulatorische Vorgaben umgesetzt werden müssen. Die Herausforderung liegt nicht nur in einzelnen Themen, sondern in ihrer Intensität und Überlagerung – und in der Fähigkeit, unter diesen Bedingungen handlungsfähig zu bleiben.
Entwicklung bei laufendem Betrieb
Die Gleichzeitigkeit der Anforderungen zeigt sich nicht nur in der strategischen Ausrichtung, sondern vor allem im Alltag der Unternehmen. Ressourcen sind begrenzt, Prioritäten müssen gesetzt werden und dies bei laufendem Betrieb. Neue Themen kommen hinzu, ohne dass bestehende Aufgaben wegfallen. Digitalisierung betrifft nicht nur Technologien, sondern auch Abläufe, Rollen und Zusammenarbeit. Entscheidungen fallen auf Fachebene. Zusammenarbeit wird neu definiert. Führung bewegt sich in diesem Spannungsfeld – zwischen Richtung geben und Raum für Innovation gestalten. Was sich verändert, ist nicht die Bedeutung strategischer Ziele – sondern die Tatsache, dass die Umsetzung mit Organisationsentwicklung zusammen gedacht werden muss.
Individuelle Hebel und Gesamtsicht auf die Zukunft
Unter denselben Wolken entstehen unterschiedliche Realitäten. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf das einzelne Unternehmen. Hier setzt unser Zukunftscheck an – mit der Möglichkeit einer Vertiefung im Zukunftsdashboard.
Quellen
(1) Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit: WIPO, Global Innovation Index 2025: Switzerland ranks 1st among the 139 economies featured in the GII 2025 (eingesehen am 05.05.2026); SECO, KMU-Portal: Die Schweiz bleibt das innovativste Land der Welt; 2025 (eingesehen am 05.05.2026); Innosuisse, Swiss innovation ecosystem monitor
(eingesehen am 05.05.2026); SBFI, Forschung und Innovation in der Schweiz 2022
(eingesehen am 05.05.2026).
.
(2) Umfeld / Unsicherheit / internationale Rahmenbedingungen: SECO, Konjunkturprognose: Unterdurchschnittliches Wachstum im Jahr 2026 (eingesehen am 05.05.2026); KOF Institut ETH Zürich, KOF Konjunkturbericht - Schweizer Konjunktur im Schatten globaler Machtpolitik, ETHZ, 2026 (eingesehen am 05.05.2026); NZZ/Kalaidos, NZZ-KMU-Barometer 2025 - Zollturbulenzen trüben die Aussichten für Schweizer KMU (eingesehen am 05.05.2026); Konjunkturboard Ostschweiz (IHK St. Gallen Appenzell, IHK Thurgau, St.Galler Kantonalbank, Kantone St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Thurgau)/KOF Institut ETH Zürich, Konjunktur Ostschweiz Q1 2026 - Zaghafte Aufhellung trotz anspruchsvollem Umfeld
(eingesehen am 05.05.2026); economiesuisse: Internationaler Marktzugang, (eingesehen am 05.05.2026); economiesuisse: Handelspolitik USA/Schweiz, (eingesehen am 05.05.2026); SATW/Swissmem, Innovationskraftanalyse 2024: Strategien für eine innovative Schweiz (eingesehen am 05.05.2026),
.
(3) Interne Herausforderungen: Berner KMU/Die Berner Arbeitgeber/HIV Kanton Bern/Kanton Bern/gfs, Berner KMU-Barometer 2025 (eingesehen am 06.05.2026); Zürcher Kantonalbank/ZHAW, KMU ZH Monitor 2025 (eingesehen am 06.05.2026); Adecco Group,
Swiss Job Market Index Q1 2026: Stabilisierungstendenz auf dem Stellenmarkt setzt sich fort – überfachliche Fähigkeiten gewinnen an Bedeutung (eingesehen am 06.05.2026); SECO/BAK Economics, Regmonitor: SECO Bürokratiemonitor 2026 (eingesehen 06.05.2026); economiesuisse, Für einen gezielten Abbau der Regulierungslast, (eingesehen am 06.05.2026); Schweizerischer Gewerbeverband sgv, Schweizer KMU-Barometer 2025, (eingesehen am 12.05.2026).
(4) Regionale Analysen: Konjunkturboard Ostschweiz/KOF Institut ETH Zürich, Konjunktur Ostschweiz Q1 2026, Zaghafte Aufhellung trotz anspruchsvollem Umfeld, (eingesehen am 6.5.2026); Berner KMU/Die Berner Arbeitgeber/HIV Kanton Bern/Kanton Bern/gfs, Berner KMU-Barometer 2025 (eingesehen am 06.05.2026); Zürcher Kantonalbank/ZHAW, KMU ZH Monitor 2025 (eingesehen am 06.05.2026)
©Claudia Appenzeller, Lektorat ChatGPT
Stand: Mai 2026.
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