Salzgewinnung in der Jungsteinzeit


Einzigartig in Frankreich. Vor 4'200 Jahren haben Menschen in der Jungsteinzeit über 400 km entfernt vom Meer Salz gewonnen. Sie haben ausgehöhlte 1 m hohe und 80 cm dicke Eichenstämme in den Boden versenkt und konnten so in einer Ebene bei Vézelay 19 Quellen fassen - 15 sind heute noch sichtbar. Die Grabungen legen nahe, dass das Wasser durch eine Vorrichtung aus Holz hochgezogen wurde. Die Eichenstämme sind bis auf die Rinde erhalten und können im Besucherzentrum betrachtet werden. Mit der Radio Carbon Methode konnte ermittelt werden, dass die Eichen zwischen April 2238 - 2223 v. Chr. gefällt wurden. Zwei Verwerfungen über dem Granitsockel des Morvan führen dazu, dass das Wasser im Untergrund durch den salzhaltigen Ton aus dem Jurameer drückt. Spuren auf Kohlenstücken zeigen, dass die Menschen aus der Jungsteinzeit durch Verdampfung des Wassers Salz gewinnen konnten. Sie nutzten die Quellen kontinuierlich während rund 1500 Jahren. Vor 2000 Jahren kamen die Römer in die Ebene und bauten eine grosszügige Bäderanlage mit Bodenheizung.